bessegen umgedreht

der wecker klingelt zu unchristlichen uhrzeiten, 5:45,5:50, 5:55, 6:00 usw…
um 6:20 erlösen wir ihn und fahren vom valdresflya bei kaiserwetter hinunter nach gjeldesheim.

hier fahren hunderte touristen mit der gjende-fähre nach memurubu und lassen sich dort absetzen um die strecke nach gjendesheim zurück zu wandern. bessegen, die populärste bergwanderroute norwegens, angeblich bis zu 40.000 wanderer jährlich.

die ersten drei boote und damit plätze 1 bis 300 sind bereits um 7:00 ausgebucht.

wir haben schon gestern beschlossen, die strecke andersherum zu laufen. so frühstücken wir erstmal entspannt umgeben von unzähligen gestressten wanderern.

gegen 8:30 machen wir uns auf in die route. für die 17km sind 5-9h einzuplanen. wir kraxeln den ersten anstieg hinauf und stehen nach 3 stunden auf dem höchsten punkt der strecke. das gute daran, gegen den strom zu wandern, ist, dass wir nahezu alleine sind. noch. die erste größere gruppe ist eine etwa 100 tiere starke rentierherde auf einem schneefeld neben der route. faszinierend, das schwarmartige bewegen der herde. und ganz eigenartig, die geräusche von 400 trippelnden rentierhufen auf schnee.

hinter dem plateau kommen uns nach 3,5h die ersten wanderer aus memurubu entgegen. für die nächsten 2 stunden herrscht reger gegenverkehr, aber zum glück gut verteilt. die landschaft und die aussichten sind beeindruckend. linker hand der von der gletschermilch türkis schimmernde gjende, rechts der klarste binnensee norwegens, der bessvatnet. bis 30meter unter die wasseroberfläche kann man sehen.

gegen ende der route sind wir wieder alleine unterwegs und genießen das sehr. der abstieg nach memurubu ist steil und nach 6h strammer wanderung das sahnehäubchen für die knie.

1 stunde vor abfahrt des letzten bootes zurück nach gjendesheim kommen wir am fähranleger memurubu an und haben zeit um in der sonne zu chillen

zur nacht fahren wir erneut auf’s valdresflya hinauf. hier gibt es pasta mit salsicciaragout und wir köpfen unseren 2009er baron de ley, der in schweden zu fast fairen preisen feilgeboten wurde.

satt und müde.

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