finale: berlin-herborn-köln

09.03.17

wir cruisen ein wenig durch die seenplatte und finden uns gegen nachmittag in der berliner wohnmobiloase ein.

abends treffen wir esben und es gibt eine phänomenal leckere pizza im stranero, danach tipperary pub und die craftbierlocation eschenbräu.

10.03.17

nach katerbrunch im schraders tauchen wir mit esben und denise in die berliner unterwelten.

abends treffen wir vier dann noch shea im royals and rice. und wieder endet der abend im tipperary und eschenbräu.

wir sagen auf bald zu esben und denise, die demnächst ihre weltreise auf zwei 250er dominator starten. neid…

11.03.17

erneut katerbrunch, diesmal mit sepi und mareike im göttlich in wedding. apfelschwein ist die macht.

danach spontan durchbrettern nach herborn und nachts noch einen mondansitz.

12.03.17

bus putzen und ihn zurück zu herrchen und frauchen nach köln bringen.
bei hans und niki gibt es frikken.
kurzreise vorbei.
bewahrt und aufgetankt, dankeschön. aufWIEDERsehen.

way back, machine!

es schneit und soll noch mehr schneien. weil ohne knisternden kamin, beschliessen wir uns auf den weg zu machen. berlin ruft.

nach brunch am wegesrand geht es über helsingborg und helsingør nach gedser. wir schiffen auf die nagelneue “copenhagen” richtung rostock ein.

nicht weit vor mitternacht stehen wir in mirow mitten in der mecklenburgischen seenplatte.

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timmershult

am yachthafen von domsten wird im winter ausgebessert, ein bagger weckt uns vor sieben uhr. yippieh!

wir zahlen den “stellplatz” artig beim hafenmeister und frühstücken in viken. domsten und viken sind definitiv in der kategorie “reicher vorort” zu verbuchen. die hübschesten landhäuschen, die wir je in schweden gesehen haben.

auf dem weg nach timmershult machen wir stopp bei BILTEMA. lustige erinnerungen aus norwegen werden wach.

die letzten kilometer nach timmershult fahren wir über eispiste. die schweden geben vollgas mit winterreifen und spikes. wir sind mit sommer/allwetterreifen ohne spikes ein klein wenig vorsichtiger.

in timmershult empfängt uns claes und macht uns dirk’s sommerhaus “startklar”. es wird nur langsam wärmer – die kamine und kachelöfen sind vorübergehend wegen schornsteinarbeiten ausser betrieb. mit elektroöfen versuchen wir ein wenig woh(n)lichkeit herzustellen.

eine kleine winterwanderung am angrenzenden see macht hungrig. frische bratkartoffeln, feuriger salat, ein paar herrliche marmorierte entrecotes vom grill und ein hervorragender primitivo schaffen endgültig wärme und bettschwere.

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30!

wir haben abends schon reingefeiert, heute morgen beginnen wir maxines runden mit pancakes und meerblick aus dem wohnmobil – so war’s bestellt gewesen.

nach ausgiebigem badbesuch geht es nach kopenhagen.

von der kleinen meerjungfrau geht es zum nyhavn und dann auf einen ausgiebigen innenstadtspaziergang. wir sind fasziniert, wie sauber, ordentlich und freundlich das leben funktionieren kann. bisschen an die regeln halten (hier bleiben radfahrer an roten ampeln stehen) und kein arsch sein, zack: zivilisation!

wir laufen 10km in 2,5h und sind hinter jeder ecke erneut begeistert vom look dieser stadt. beim tivoli spielt ein strassenmusiker country von cash & co aus maxines kindheitserinnerung und alles ist einfach sehr gut.

kopenhagen, das war nicht unser letztes date: wir kommen wieder…!

es ist dunkel, als wir aufbrechen. von helsingør geht es mit der schnellen fähre nach helsingborg: wir sind wieder in schweden. like.
am yachthafen von domsten beziehen wir quartier und: es schneit.

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adams æbler, plankelaks, stjerneskud.

an einem äußerst herbstlichen frühjahrsmorgen wachen wir am strand von hvide sande auf.

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auf dem weg gen osten machen wir einen umweg und statten der “adams äpfel” rundkirke in horne einen besuch ab.

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von fyn nach sjælland geht es über die storebæltsbroen. eine brücke übers meer – schon irgendwie seltsam. und beeindruckend.

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auf sjælland landen wir im yachthafen von korsør. neben einem tollen stellplatz für umme gibt es eine nettes und leckeres fischrestaurant:
“plankelaks”, lachs in kartoffelpüree auf einem holzbrett und “stjerneskud”, zweierlei schollenfilet auf smørrebrød – yummie!

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haha: hh! dk!

der tag beginnt sonnig und wir haben glück. obwohl fahrlässig ohne reservierung bekommen wir einen tisch im “paulina” zum frühstück. yummie.
wir bummeln ein wenig herum, klappern second-hand-stores ab, trinken noch einen tee und machen uns gegen mittag auf den weg.

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in handewitt statten wir dem baumarkt, aldi, edeka und der tankstelle unseren obligatorischen besuch ab. der grüne leihfrosch trifft einen artverwandten und kurzum rollen wir über die grenze nach dänemark.

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in hvide sande stehen wir an der mole, hinter uns ein a2sea offshore wind installer schiff. es gibt lammrücken, olivenöl, baguette und bier.

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der scandibus rollt wieder!

es ist mal wieder so weit. die scandianer haben einen bus – ok, diesmal nur geliehen – und es geht gen norden.
packen und bei der rennleitung anmelden, kompass auf norden und ohne plan los.
hamburg muss – also kuchnia, koralle und astra. wir haben spass und lassen uns treiben.
erste nacht auf dem heiligengeistfeld vor dem millerntor. alles passt.
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@home

wir wachen im naturpark kellerwald-edersee in bad zwesten zum letzten mal auf dieser reise im scandibus auf. bei kaiserwetter führt es uns zunächst zur dammühle nach marburg. lammkarree und zanderfilet. sehr lecker.

die kurze, verbleibende strecke zu meinen eltern, dem startpunkt unserer tour, führt uns an der strassenkreuzung vorbei, auf der wir uns vor genau 4 monaten mit dem fernreisenden-gebet um bewahrung auf und gute erlebnisse neben der strasse bei der rennleitung angemeldet haben. beides wurde gänzlich erfüllt – wir sagen: gott sei dank!

auf einer anhöhe in medenbach, meinen heimatort uckersdorf im hintergrund, nehmen wir die letzten “urlaubsbilder” vor dem scandibus auf und kommen nach 12.860 kilometern daheim an. gesund, unfallfrei, gut erholt und voller schöner eindrücke.

diese reise ist um.

nach der reise ist vor der reise.

“wir sagen dankeschön und auf wiedersehen,
schau’n sie bald wieder rein, denn etwas schau’n muss sein!
und heißt es bühne frei, dann sind sie mit dabei,
die show muss weitergehn, auf wiedersehen…”

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comthurey

heute bauen wir unser camp am malchiner see ab. johannes macht sich auf den weg zur nordsee und wir haben für nachmittags einen besichtigungstermin für ein haus an einem kleinen see in wokuhl-dabelow.

das winzige örtchen comthurey liegt im müritz-nationalpark zwischen den beiden idyllischen städtchen neustrelitz und fürstenberg. leider stellt sich heraus, dass der direkte zugang zum see nicht zum grundstück gehört, sondern nur aufgrund einer absprache mit dem nachbarn gegeben ist. ansonsten ein sehr interessantes haus. naja. aber eben nicht das “haus am see”. also nicht “richtig”…

wir brechen richtung heimat auf und fressen fleissig kilometer. ab kassel geht es richtung marburg auf der landstrasse weiter. wir sind müde und kaputt und wollen lieber morgen in ruhe zuhause ankommen – also machen wir 1 1/2 stunden vor medenbach in bad zwesten auf einem wohnmobilstellplatz zum wohl letzten mal für diese reise halt für die nacht.

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boatsurfin’

sonnig bis leicht bewölkt zieht es uns auf den malchiner see. es gibt leider gar keinen wind.

kurzerhand wird das surfbrett mit leinen am heck von johannes boot befestigt und statt windgetrieben bringen uns stolze 15 zweitakt-ps auf fahrt. die ist aber ganz ordentlich und wir haben stundenlang riesenspass mit board hinter dem boot. alleine auf einem großen see. weltklasse. maxine und ich beeindrucken johannes damit, dass wir als anfänger sofort auf dem brett stehen und lenken können, und dementsprechen stolz und zufrieden sind wir dann auch. diese ganze wassersportsache muss irgendwie intensiviert werden, das ist gut und macht riesig spass!

am abend kommt noch einmal etwas wind auf, und johannes windsurft uns einen vor. dann brennt der grill und gemütlichkeit ist wieder angesagt.

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malchiner see

auf dem malchiner see machen maxine und ich die ersten windsurfversuche. das wasser ist bis weit in den see hinein flach genug zum stehen und der wind geht sanft und gleichmäßig. ideale bedingungen.

es gelingt uns unter der anleitung von johannes sehr schnell, auf dem kippeligen brett zu stehen und den mast und das segel aufzurichten. und schwups, der kahn kommt in fahrt. wir sind definitiv angefixt – windsurfen ist guuuuut…

leider beginnt es rundherum zu grollen und wir verlassen das wasser am frühen nachmittag. es regnet sich etwas ein, und wir verbringen den abend unter dem tarp zwischen den beiden sternen.

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tschüß r(u)egen

es hat sich eingeregnet und wir verlassen den stellplatz recht zügig.

bevor wir in richtung mecklenburgische seenplatte aufbrechen, statten wir den nördlichen ruinen des kdf-seebades einen besuch ab. die löcher im zaun sind groß genug, um im zweifel nicht mehr von einem “auf das gelände eindringen”, sondern von einer “angenommenen einladung” sprechen zu können…

nach der abenteuerlichen exkursion geht es entlang der deutschen alleenstraße zum malchiner see.

am abend trifft auch johannes hier ein und hat boot und surfbrett mitgebracht. wir sitzen bis tief in die nacht am feuer. gut, das.

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imposantes prora

es ist schwül auf rügen, gewitter liegt in der luft. also bauen wir erstmal die hängematte auf.

nachdem die erste gewitterfront für heute durch ist, machen wir uns auf zum ex-nationalsozialistischen “kraft durch freude” -”seebad für 20.000″.

die ausstellung “MACHT urlaub” zeigt eindrucksvoll, bis in welche bereiche hinein das ns-regime das leben der deutschen im dritten reich bestimmte.

auch die angegliederte kunstausstellung “ins blaue” gefällt.

nach ein paar erkundungsgängen an den 4,5 kilometer langen nazibauten entlang bleibt noch zeit am strand zum baden.

dann wird es binnen minuten stockfinster, das angekündigte, schwere unwetter bricht mit gewalt herein, geht aber verhältnismäßig glimpflich ab. naja. teile des wohnmobilstellplatzes sind jetzt seenlandschaft und einige vorzelte schrottreif, aber unser scandibus hat nichts abbekommen…

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hallo deutschland…

die fähre von trelleborg nach sassnitz startet um 7:45. wir finden einen netten platz auf dem (wenn ich nicht hier bin, bin ich auf’m…) sonnendeck.

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so gehts ratzfatz – um 11.00 uhr sehen wir die kreidefelsen kap arkonas und haben deutsches handynetz. 3 1/2 monate skandinavien liegen hinter uns. zu früh zum detaillierten resümieren. aber gut war’s. verdammt gut. und der scandibus war brav. sehr brav. hach…

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auf rügen hat sich einiges verändert seit 1993. damals war ich zum bisher ersten und bis heute letzten mal hier gewesen. klassenfahrt in der 10. klasse…:

exkurs I (total spannend):
hier haben wir damals nach einer wanderung durch den naturpark am königsstuhl, bei der wir trotz höchster waldbrandgefahr wie die schlote geraucht haben (evil…), etwas gezittert: als wir in sassnitz ankamen, ertönten plötzlich die sirenen der feuerwache. uuuupsi… entsprechend schuldbewusst waren wir einige wochen später in der schule, als plötzlich zwei bka-beamte “nur ein paar fragen” an uns hatten. zum glück hat der wald aber gar kein bisschen überhaupt nicht gebrannt. aber auf unserer fahrt nach rügen hatte unser zug gerade in dem moment den bahnhof bad kleinen verlassen, als der raf-terrorist wolfgang grams dort bei einer gescheiterten festnahme erschossen wurde. wir hatten davon aber so gar dermaßen gar nichts gesehen – und das reichte den bka’lern. und wir waren wirklich unheimlich erleichtert. wir waren gar keine brandstifter. und wir mussten nun zum glück nicht ins gefängnis. puhhh… knapp! mannomann…

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exkurs II (nur für moppedfreaks…):
auf dieser klassenfahrt habe ich mir meine erste motorradzeitschrift gekauft. thema: die neuen modelle 1994. dabei war eine vage vermutung nebst zeichnung von einer angeblich im kommenden jahr geplanten neuen gs von bmw. 1100 kubik sollte die haben. und paralever und telelever und einen vierventilboxer mit mordsdrehmoment, und, und, und. aber alles sehr, sehr utopisch. ich dachte nur: wenn bmw sowas mal bauen sollte – das wäre vielleicht geil die kiste zu fahren… die gs kam wirklich 1994 raus. und zehn jahre später besaß ich dann eine wunderschöne, schwarze 97er r1100gs und habe mit ihr viele herrliche touren nach skandinavien, bis in die ukraine und in die türkei und wer weiss wo hin überall gemacht. die ausgabe der “motorrad-reisen-sport” aus 1993 mit der zeichnung der gs besitze ich heute noch. meine gummikuh seit drei jahren leider nicht mehr. wegen zeitmangel verkauft… schnief… hier das letzte bild von ihr:

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rügen jedenfalls ist – erwartungsgemäß – von einer damals noch sehr verträumt-romantischen ferieninsel der frisch verstorbenen ddr zu einer aufdringlichen kommerzmixtur aus massentourismus und vollfüllten bebauungsplänen geworden. dennoch: landschaftlich immer noch sehr, sehr schön.

wir statten zunächst der ostsee bei glowe einen besuch ab und suchen dann eine ganze weile nach einem geeigneten platz für die nacht. wir werden fündig, aber deutschland gibt uns einen kleinen kulturschock:
die wichtigsten regeln des gefundenen wohnmobilstellplatzes passen in arial schriftgröße 10 gerade auf einen dina4-zettel. amen dazu…

wir gönnen uns in sassnitz am nachmittag erstmal ein schönes restaurant, fassen schnitzel
und bier, und machen anschliessend noch eine wanderung zum königsstuhl. der ist wirklich beeindruckend. schön.

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unser stellplatz liegt bei prora. unweit des gigantischen ex-nazi-ferienbunkers “kraft-durch-freude”. in dem gibt es heute abend/nacht auch viel freude: ein house-dance-farbbeutel-festival. nicht nur die beats sind auf 1km luftlinie sehr sauber und klar bis tief in die nacht auf dem stellplatz zu hören… das gönnen wir der spießercommunity auf der “wohnmobil-oase” irgendwie ein bisschen. muss für die in etwa so fies sein, wie für uns ein andrea berg dauerkonzert. das kommt davon, wenn man an der klotür 20ct einwerfen muss! wir widerstehen ob unseres schlafdefizites der versuchung nachts noch auf das offensichtlich partymonströse festival zu gehen und bunt zu werden. aber wir genießen bei einer flasche jever die gute mukke… hallo deutschland… skandinavien liegt hinter uns, aber wir haben noch 2
wochen urlaub.
da passiert noch was!
und: gute nacht…

bye, bye, scandinavia!

es ist immer noch sehr schön am vänern – aber heute brechen wir auf. nach einer letzten spazierrunde zum klippbad mit christoph und verena satteln wir den scandibus und machen uns auf nach süden.

unser eigentliches ziel, der bolmen, genauer der kleine, süße platz am bolmsö, ist total überfüllt, und die alternative, der kitespot varberg, ist uns gerade zu touristisch. spontan buchen wir für morgen die fähre von trelleborg nach sassnitz. rügen, da war ich seit 21 jahren nicht mehr, und maxine noch nie. auf dann…!

um 01.00 uhr stehen wir in der nähe des fährhafens. unser letzter abend in skandinavien endet mit fahren, fahren, fahren und bett. vielleicht besser so. wir wollen hier ja mal nicht sentimental werden… schnief…

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klippbad III

wieder ein tag am vänern. der wind ist nochmal stärker geworden und die wellen am klippbad sind richtige brecher geworden.

kein boot draußen, fast niemand im wasser. wir schon. christoph schätzt die wellen auf “bestimmt ‘n meter, meter fuffzich”. als alter wellenexperte weiss ich: das sind mindestens 1,55m…
nachdem eine der wellen mich an die felsen drückt und ich ein ordentlich verbeultes schienbein habe, weiss ich auch, dass so wellen halt auch irgendwie power haben…

abends gibts sauna und pasta. passt.

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klippbad II

so bricht auf den letzten zügen unserer reise der urlaub herein: am klippbad den tag mit sonnen und baden verbringen. der wind hat ordentlich zugelegt und die wellen am felsigen ufer des vänern können sich mit der brandung der see messen. nur eben im süßwasser und bei wassertemperaturen wie im kinderbecken des freibades. herrlich. ein sommertraum auf schwedisch. abends zur abwechslung mal gegrilltes. fein, fein…

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klippbad

wir sonnen und baden lange und tiefenentspannt am klippbad in duse, südlich von säffle. schönes fleckchen erde (…fels).

gegen nachmittag geht es nochmal kurz nach säffle. im systembolaget werde ich nach meinem ausweis gefragt. belustigt frage ich zurück, ob ich aussehe, als sei ich noch keine 18. die ausserordentlich liebenswürdige und offensichtlich vollständig sehtüchtig und geistig gesunde kassiererin mittleren alters antwortet ganz ehrlich: “nein, aber sie könnten gut unter 25 sein, und wir müssen den ausweis von jedem prüfen, der unter 25 sein könnte!” ich bedanke mich ganz artig für das kompliment und trage mein norrlands guld und den rioja reserva stolz wie oskar aus dem laden…

am abend kommen die drei bonariusens auf den campingplatz duse udde, auf dem wir mittlerweile quartier bezogen haben. den kleinsten in der runde lernen wir heute zum ersten mal kennen. das gemeinsame grillen, palavern und biertrinken hingegen kennen wir seit vielen jahren ganz gut und haben dabei viel spass.

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schweden: sonnen, schwimmen, schmökern.

25 grad und eine leichte brise. völlig allein am gränsjön. hier würde ich gerne ein haus bauen. und einen steg. mit sauna. und so…
für’s erste tut ein scandibus und ein campingstuhl es aber auch.

zwischen pflaumenessen und sven regener lesen geht es zum baden in den warmen see.

ein heuschrecke flüchtet vor einer wirklich großen libelle auf mein bein und scheint sich wohlzufühlen. und plötzlich ist da “flip”, denn die heuschrecke springt tatsächlich senkrecht hoch, um dann mit presslufthammer- / hubschraubersound wegzu-brrrrrrrrrrrr-en…

ulai, ist das chillig hier…!

nach gegrilltem lamm statten wir am frühen abend dem naturparkzentrum in lenungshammar einen besuch ab und füllen unsere wasservorräte auf.

dann geht es weiter richtung säffle. ein mcdonalds holt uns dort hart in die realität der zivilisation zurück. mhhh. nachdenklich…

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farvel, norge, ha det bra!

wir frühstücken und baden an dem see, an dem wir gestern abend halt gemacht haben. dann geht es auf nach schweden. im letzten ort vor der grenze machen wir noch einmal stopp.

seit ende april waren wir jetzt – mit kurzen abstechern nach schweden und finnland – in norwegen. mehr als drei monate. wir haben sehr vieles gesehen und genossen, und wehmut begleitet uns auf den letzten kilometern. der abschied schmerzt. farvell, norge, hade bra! auf bald!

hallo schweden. hinter der grenze: ein einkaufsparadies. für die norweger. und uns. wir kaufen ein, und steuern dann das glaskogen naturreservat an. an dem nördlichen see gränsjön finden wir einen tollen platz zum übernachten. der himmel hat sich zugezogen und es wird düster am nachmittag. eine gewitterfront zieht durch, und wir sind wieder einmal der gemütlichkeit im bus verpflichtet…

nach einem spätnachmittagsnickerchen liegt der see ruhig in der abendsonne. leichter nebel bildet sich auf dem wasser und schafft eine wildromantische stimmung.

schon sehr schön, schweden…

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drückeberger

drückeberger

goodbyes are coming closer. the one from elisa and geir, also the one from norway. both we do not want actually…

halvor and oddveig plan to come over for dinner and we decide to stay at least until then. halvor serves the best cesar salad dressing i ever had…
i got the recipe ;)

after a delicious dinner it’s really time for us. we say goodbye to everyone and step in the scandibus again. it has been such a nice time again in hamar…! thank you, folks! you will be a brightshining part if our tour-memories. hope to see you again soon!

so, now we’re heading for sweden, glaskogen naturreservat.

the road to kongsvinger is a beautyful norwegian colorset. after 100km it’s already dark outside and during a stop at statoil, free refilling our statoilcups for probably the last time, we decide: we’re not ready to leave norway yet. so, instead of crossing the border to sweden, we stop over for the night at a bathingspot at lake sigernessjøen, southeast of kongsvinger. radio norge plays 80′s hits and we have a candlelightbeer…

so incredible nice to be here, to have been here the last months.
thanks norway, thankyou…!

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mjøsa summer

der tag beginnt ausgeschlafen mit beeren- und kirschenpflücken. marmelade…!

geir liegt nach einer achillessehnen-op flach. er und sein freund halvor vertrauen mir ihr boot an, und ich fahre mit maxine und elisa auf den mjøsa. es ist traumhafte 28 grad warm.

am hamar gegenüberliegenden ufer ankern wir. der mjøsa ist erfrischend kühl und wir baden, chillen, sonnen uns und angeln ein bisschen. letzteres erfolglos. bis heute kein einziger süßwasserfisch an der angel – süßwasserangeln ist schon etwas anderes als fischen im meer…

abends gibt es barbecue mit walsteaks und garnelen-baguettes.

was für ein toller sommertag…!

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bitihorn

im schweiz-norwegischen bergkrieg von 1755 eroberten die norweger das tobleronehorn. toblerone war damals nicht pyramidig, sondern hügelig. noch heute nennen die norweger schöne dinge “hyggelig”. das tobleronehorn wurde auf holzrollen an den rand des jotunheimen verbracht und in bitihorn (beutehorn) umgetauft. die schweizer brauchten einen neuen tobleroneberg. dieser war ein sehr spitzer, seitdem ist toblerone pyramidisch. das bitihorn bietet auf dem gipfel einen tollen rundumblick, sowohl ins südliche jotunheimen als auch ins nördliche valdres. aber leider keine schokolade. weiterhin befindet sich auf dem gipfel eine als telekom-sendestation getarnte beam-einrichtung, mit der sich reiche norweger in die schweizer alpen beamen können. ein heli-shuttle bringt die tobleronetouristen dazu auf den gipfel. uns fehlt das nötige kleingeld und das interesse an der schweiz, also laufen wir einfach so hoch und wieder runter.
abends ist waschen angesagt, seit langem mal wieder ein campingplatz. es gibt provenzialische fischsuppe nach art des gickelschlags.

stimmt alles garnicht. hab ich nur erfunden…

neee, stimmt doch.

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bessegen umgedreht

der wecker klingelt zu unchristlichen uhrzeiten, 5:45,5:50, 5:55, 6:00 usw…
um 6:20 erlösen wir ihn und fahren vom valdresflya bei kaiserwetter hinunter nach gjeldesheim.

hier fahren hunderte touristen mit der gjende-fähre nach memurubu und lassen sich dort absetzen um die strecke nach gjendesheim zurück zu wandern. bessegen, die populärste bergwanderroute norwegens, angeblich bis zu 40.000 wanderer jährlich.

die ersten drei boote und damit plätze 1 bis 300 sind bereits um 7:00 ausgebucht.

wir haben schon gestern beschlossen, die strecke andersherum zu laufen. so frühstücken wir erstmal entspannt umgeben von unzähligen gestressten wanderern.

gegen 8:30 machen wir uns auf in die route. für die 17km sind 5-9h einzuplanen. wir kraxeln den ersten anstieg hinauf und stehen nach 3 stunden auf dem höchsten punkt der strecke. das gute daran, gegen den strom zu wandern, ist, dass wir nahezu alleine sind. noch. die erste größere gruppe ist eine etwa 100 tiere starke rentierherde auf einem schneefeld neben der route. faszinierend, das schwarmartige bewegen der herde. und ganz eigenartig, die geräusche von 400 trippelnden rentierhufen auf schnee.

hinter dem plateau kommen uns nach 3,5h die ersten wanderer aus memurubu entgegen. für die nächsten 2 stunden herrscht reger gegenverkehr, aber zum glück gut verteilt. die landschaft und die aussichten sind beeindruckend. linker hand der von der gletschermilch türkis schimmernde gjende, rechts der klarste binnensee norwegens, der bessvatnet. bis 30meter unter die wasseroberfläche kann man sehen.

gegen ende der route sind wir wieder alleine unterwegs und genießen das sehr. der abstieg nach memurubu ist steil und nach 6h strammer wanderung das sahnehäubchen für die knie.

1 stunde vor abfahrt des letzten bootes zurück nach gjendesheim kommen wir am fähranleger memurubu an und haben zeit um in der sonne zu chillen

zur nacht fahren wir erneut auf’s valdresflya hinauf. hier gibt es pasta mit salsicciaragout und wir köpfen unseren 2009er baron de ley, der in schweden zu fast fairen preisen feilgeboten wurde.

satt und müde.

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ridderspranget

als wir aufwachen ist es am vågåvatnet wieder hochsommerlich warm. das wasser spiegelt die umliegenden hügel und berge – klasse…!

nach den gestrigen strapazen gönnen wir uns einen tag an einem der schönsten flecken, die wir 2012 entdeckt haben. dem ridderspranget am fluss sjoa auf dem weg von vågåmo ins valdresflya.

wir genießen stundenlang abwechselnd warme sonne und kaltes gebirgswasser. ein echter traum…

abends machen wir uns auf den weg hoch auf das valdresflya, wo wir in der kargen und steinigen landschaft nachtquartier beziehen. vor zwei monaten, am 21. mai, lagen hier noch gute 2m schnee und es war lausig kalt und extrem neblig. verrückt…

etwas kühler wird es heute abend hier oben auch. und dann kommen aus den bergen einige hundert rentiere an uns vorbeigezogen. beeindruckend.

bevor wir ins bett huschen zaubern die untergehende sonne und der bewölkte himmel eine stimmung wie am mount doom in mordor… uaaaahhhrggggg…
gerade zu faul irgendwelche ringe irgendwohin zu schmeissen. das muss warten…

morgen wollen wir die bessegen-tour wandern. schaumerma.

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top of northern europe

der tag beginnt gut. zwar für uns schlafnasen etwas früh um 6.45 uhr, aber dafür mit bacon and egg cheeseburgern nach art des hauses.

der shuttlebus bringt uns von lom zur juvvashytta. hier beginnt die geführte tagestour zum gipfel des galdhøppigen. der ist nicht nur der höchste berg norwegens, sondern gleich ganz nordeuropas. das wetter lässt noch zu wünschen übrig. aber wir lassen uns nicht verschrecken.

es geht eine ganze weile durchs schwere geröll, und dann auf den styggebrean – den “gefährlichen gletscher”. hinter dem gletscher, zum schluss des anstiegs, kommt das sahnehäppchen: eine stunde steile und zu beiden seiten ordentlich exponierte kletterei.

auf dem weg nach oben mache ich angenehme bekanntschaft mit einem der guides: dawa chhiri sherpa.
tseringmatreks
der mann war sieben mal auf dem everest und ähnlich oft auf allen anderen relevanten gipfeln des himalayas… die hochsaison im himalaya ist ende mai vorbei und so führen er und sein kollege aus nepal im sommer berggäste im jotunheimen. und das machen sie gut und freundlich, ruhig und offenherzig. ganz im gegensatz zu ihren norwegischen kollegen – dazu unten mehr…

dawa chhiri meint schmunzelnd, bergsteigen im himalaya sei leichter, da wüchse gras bis auf 4000m. ich solle mich unbedingt bei ihm melden, wenn ich das nächste mal in kathmandu bin. wird gemacht…!

je näher wir dem gipfel kommen, umso weiter klart es auf. danke! ein schönes gefühl, hier oben zu stehen.

es folgt nach ausgiebiger pause der langwierige abstieg auf dem selben weg. ich helfe dawa chhiri beim begleiten einer älteren dame im steilen abstieg. gegen abend spüren wir selbst kurz vor der juvvashytta kräftig unsere beine.

im tal machen wir uns wieder auf nach vågåmo und stehen auf dem stellplatz am vågåvatnet, auf dem wir schon zweimal standen.

wenn einem soviel “nature” wiederfährt, dann ist das das letzte licher wert… prost!

nachahmer seien hier ernsthaft vor dem guiding der juvasshytta gewarnt(!).
schlechtgelaunte und unerfahrene norwegische guides binden mit einem führer an der seilspitze 60 – 70 leute ein. dazu verknüpfen sie seile mit falsch gelegten doppelten spierenstichen, die zudem nicht mehr als 1 cm seilüberstand hinterm knoten am 9mm seil haben. die berggäste tragen lediglich einen brustgurt(!), was so ziemlich der oberste alpine kardinalsfehler sein dürfte. wer so in eine gletscherspalte rutscht kann sich zwischen strangulieren oder aus dem gurt rutschen entscheiden. und um allen stereotypen alpinen massentourismusses (so müsste der genitiv wohl aussehen…(?)) zu genügen, dürfen die beiden sherpas alle seile und das ganze equipment für die drei unfreundlichen norwegischen guides mit schleppen und am abend sortieren und aufschiessen. überheblicher norwegischer dilettantismus in reinkultur… wir nehmen uns vor einen gletscherkurs in den alpen zu machen – selbst ist der (leh)mann…

sonst war’s aber echt wirklich schön…!

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lom

wir beschließen in lom zu bleiben. es soll bis morgen früh regnerisch sein und danach soll der sommer wieder kommen. also beschließen wir, ab morgen ins jotunheimen aufzusteigen…

heute gibt es touristenprogramm. wir besichtigen die stabkirche in lom, sehen zu wie menschen mit zu üppiger monetärer ausstattung für 150 kronen 10sec seilbahn über den prestafossen fahren, genießen die erste pizza seit märz (mit frischem serrano – sehr lecker…) und sammeln viele infos und tourenideen über die nationalparks jotunheimen, rondane und dovre-fjell.

beim wasserfassen bei statoil spricht uns ein deutsches pärchen an. die beiden kommen aus frankfurt und haben sich den weltmeistertitel mit paketband aufs leihmobil geklebt. auch ein hingucker :)

abends machen wir die couchpotatoes und schauen eine dvd, die wir gekauft haben. das scorsese epos “the wolf of wall street” – ganz unterhaltsam…

die rucksäcke sind gepackt, morgen geht’s in die berge. hoffentlich…

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putztag

wir nutzen das trockene wetter um den bus umzuräumen, also kommen die themen kanu und wassersport in die tiefen kisten und wandern, zelten und bergsport in die leichter zugänglichen bereiche. nebenbei wird müll aussortiert und saubergemacht.

danach geht es nach lom. wir erkunden ein wenig das kleine sportörtchen und genießen die guten backwaren und das tolle ambiente in der bakeriet. direkt am prestfossen-wasserfall am großen fenster bei brownies und karottenkuchen in stylischen norwegischen kochmagazinen blättern, das gefällt…

am abend machen wir noch eine alibi-mountainbike-runde und finden dabei den stellplatz für die nacht – direkt am visa. die letzte portion saure bohnen wird heute abend zu einem urhessischen saure-bohneneintopf verarbeitet. dabei fällt uns das eis an den kühlschrankwänden auf. naja. wenn heute schon buspflege angesagt ist, dann richtig: kühlschrank abtauen… läuft…

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handöl und oppdal

von åre aus geht es nach handöl, zu einer urig kleinen und sehr alten kirche.

wenig später passieren wir wieder die grenze nach norwegen. hinter uns her treiben die regenschweren wolken, vor uns schwülwarme luft.

kurz hinter trondheim gabeln wir einen anhalter aus bristol auf, der beim træna-festival war. wir nehmen ihn bis kurz vor oppdal mit und finden selbst in oppdal einen ruhigen platz am waldrand.

morgen soll es nochmal ruhig zugehen, und dann wollen wir mitte der woche, dem wetter angepasst, im rondane oder jotunheimen wandern.

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